Verfasst von: oxypelagius | 10. Februar 2017

Wer bin ich?

Hinterfragen ohne Antworten zu wollen. Wann verändert eine Antwort den Fragenden? Oder wird der Fragende verändert, wenn er keine Antworten erhält? Oder sindes nur die Fragen, die den Fragenden verändern? Besteht das Leben überhaupt nur aus Fragen? Wenn die Partnerin alles tut, damit es dem Pensionär richtig gut geht, eine Geborgenheit schafft die den Übergang erleichtern soll, aber der Pensionär das alles gar nicht will. Ist es dann eine Kränkung? Diese permanente Unsicherheit, diese Unruhe. Lähmung einerseits, Aufbruch andererseits. Alles dreht sich im Kreis. Die Flucht in den Schlaf wird mit Albträumen bestraft, bestraft mit einem Aufwachen, welches wieder in den Schlaft treibt. Und so weiter. Lebensmüdigkeit im genauen Sinn des Wortes. Was soll das alles? Was soll was alles? Ruhe geben!

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Responses

  1. ruhe geben – sagst du. da ist was dran. ruhe, damit man die welt hören kann, während sie antworten gibt. die fragen dazu erst nachher formulieren.
    ich denke, wir verlernen das staunen. weil immer mehr leerstellen mit icons aufgefüllt werden, und auf alle angeatmeten silben fortführungen eingepustet werden.
    kein platz mehr für ruhe und das wunder der leere.

    auch vertrauen wir der natur nicht mehr, mit ihren kreisläufen. wir müssten wissen, wirklich hochgewiss sein, dass auf tag nacht und umgekehrt folgt. dennoch verzweifeln wir um mitternacht, weil es noch nicht dämmert.

    solches hielt ich lange für leeres gerede, eh unbeantwortbares mich lehrte, mit meinen lauten fragen ruhe zu geben. statt albträumen – schlaflosigkeit. die erschafft schimären. wo ruhe keinen platz hat, nisten sich fremdgeschöpfe ein, deren ausweis und berechtigung, einen zu quälen, man erst einfordern müsste.

    mit anfang sechzig ein freier mann? wer
    will
    das
    nicht
    ?

    die ratio will nicht ungefragt bleiben. wo soll sie denn sonst hin, mit ihren vielen automatisch generierten antworten?
    erst wenn man gezwungen wird, alle antworten von sich zu schieben, wegzustoßen, wie zähnebläkende erinnyen, wird die stille hörbar, die hinter diesem vorhang i s t .

    mit gruß zum tage,

    mm/ll


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