Verfasst von: oxypelagius | 7. Juli 2017

Selbst sucht Selbstsucht

Der Schreiber überlegt sich gerade was selbstsüchtig ist. Da das hier ohnehin kaum jemand liest, ist es mehr ein Festhalten der immer weniger speicherbaren Gedanken. Eine sehr freundliche, spannende, hochintelligente, wortgewaltige Brieffreundschaft, attraktiv noch dazu , befeuert einen äusserst erhellenden freundlichen Dialog, nein Diascript. Es geht auch und vor allem um das ewige Thema der Geschlechter untereinander, natürlich sind damit nicht Dynastien gemeint. Für Ihn ist diese Auseinandersetzung wie das Reiben des Hirsches mit dem blutigem Bast am Geäst. Das muss ab, das Geweih nur so in voller Pracht wachsen kann. Das Geweih, das Ego? Wird eh nach der Brunft wieder abgeworfen. Blöder Vergleich. Nein, Sie ist eine Virtuose der Philosophie, der Lehre vom guten Leben. Sie werden sich im echten Leben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie begegnen, doch trifft sie den Schreiber permanent im Innersten. Weil sie genauso tickt wie er, nur anders. Er saugt ihre Worte ins Hirn, stiehlt ihre Redenwendungen. Es muss ihr einfach gut gehen, damit sie sich nicht abwendet und verstummt. Ist das des Schreibers Selbstsucht? Die Kuh wird gut behandelt, damit sie ja immer reichlich Milch gibt. Nein, da ist noch was anderes. Nur was? Sie füllt eine Lücke im sprachlosen Alltag des Widersprechens aus Gemecker und Dummheit. Nicht ums Verrecken Zustimmung, auch wenn die Fakten unleugbar. Es macht so müde.

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